Empirische Untersuchung des Wertbeitrags von Corporate Real Estate zum Unternehmenserfolg

Unternehmensimmobilien besitzen das Potenzial, über eine nutzerorientierte Ausgestaltung die Arbeitsweise und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden maßgeblich zu beeinflussen. Um dieses Potenzial zu realisieren, wären in der Praxis jedoch deutlich stärkere Investitionen in Büroflächen erforderlich.

Gleichzeitig konkurrieren Immobilieninvestitionen in vielen Unternehmen mit Investitionen in das Kerngeschäft. Ein zentraler Grund dafür liegt in einer Bewertungsasymmetrie: Klar quantifizierbaren Kosten stehen häufig nur schwer bewertbaren, überwiegend qualitativen Nutzenpotenzialen gegenüber. Der tatsächliche Mehrwert von Büroimmobilien wird daher oftmals unterschätzt, so dass eigentlich lohnende Immobilieninvestitionen nicht realisiert werden. Um diese Asymmetrie aufzulösen, stellt sich somit die Frage: Was ist der Einfluss von Arbeitsumgebungen auf den Unternehmenserfolg, beispielsweise durch gesteigerte Motivation, verbesserte Kollaboration, oder gestärkte Innovation und Corporate Identity, Wert?

Trotz über 20 Jahren Workplace-Forschung am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre der TU Darmstadt bleiben diese Wirkbeziehungen zwischen der physischen Organisation der Arbeit und dem übergeordneten Unternehmenserfolg weitestgehend unklar.

Vor diesem Hintergrund unternimmt das Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre der Technischen Universität Darmstadt in einer gemeinsamen Studie mit Bayer AG erstmalig den Versuch, die Wirkbeziehungen zwischen Arbeitsplatz und Unternehmenserfolg zu erheben und den Wertbeitrag eines neuen Workplacekonzeptes zu monetarisieren. Insbesondere im Kontext des neu eingeführten Organisationsmodells „Dynamic Shared Ownership“ bei Bayer, dessen Erfolg maßgeblich von der physischen Organisation der Arbeit abhängt, ist dieser Aspekt von besonderer Relevanz.

Als Datengrundlage dienen Mitarbeiterbefragungen, welche als Basis für empirische Analysen dienen. Zusätzlich werden sowohl zur Konzeption des Forschungsmodells als auch zur Validierung der Ergebnisse Expertengespräche durchgeführt.

Die Studie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schließung dieser zentralen Forschungslücke und schafft zugleich eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen in Arbeitsumgebungen.

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  Name Arbeitsgebiet(e) Kontakt
Prof. Dr. Andreas Pfnür
Leiter des Fachgebiets Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre
+49 6151 16-24510
S1|02 31
Maria Günther M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre
+49 6151 16-24518
S1|02 38
Jonas Dahlhaus M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre
+49 6151 16-24515
S1| 02 38
Martin Christian Höcker M.Sc.
Postdoc am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre
+49 6151 16-24514